Kirschbäume

GENUSS REGION

Leithaberger Edelkirsche

An den Hängen des Leithagebirges werden seit dem 18. Jhdt. die Leithaberger Edelkirschen kultiviert. Inmitten der Weingärten wurden einst über 50.000 Kirschbäume gezählt. Heute sind davon nur noch wenige Bäume übrig. Acht besonders bedrohte Sorten werden durch Initiativen wie „Slow Food“ und „Genuss Region Österreich“ am Leben erhalten.

Den Produzenten des Vereins Genuss Region Leithaberger Edelkirsche sind der Erhalt der alten Kirschbaumbestände besonders wichtig. Sie ernten in Handarbeit diese edlen Kirschraritäten und verarbeiten diese in Ihren Produkten. Sortenreine Fruchtaufstriche, Kirschbalsamessig, Kirschenbrot und Kirschensaft erweitern die Produktpalette.

Kirschsortengärten

Die Kirschsortengärten entstanden in den Naturparkgemeinden Donnerskirchen, Purbach, Breitenbrunn, Winden und Jois durch ein wissenschaftliches Projekt, das in den Jahren 2012 und 2013 an der Abteilung Wein- und Obstbau der Universität für Bodenkultur-Wien durchgeführt wurde.

Beauftragt wurde die Umsetzung von den 5 Naturparkgemeinden, wobei es eine enge Zusammenarbeit mit der Genussregion Leithaberger – Edelkirsche gab. In allen 5 Gemeinden wurden Kirschsortengärten mit den regionalen, alten Sorten und ansprechenden Rastplätzen auf Urbarialgrund am Kirschblütenradweg B12 angelegt. Ziele der wissenschaftlichen Arbeit waren u.a. die Bestimmung und Beschreibung der regionalen alten Kirschsorten in dieser Region und die Planung weiterer Schrifte zur Erhaltung dieses wertvollen landwirtschaftlichen Kulturgutes. Vor allem die typischen alten Sorten sind nur mehr vereinzelt zu finden.

Im Zuge des Projektes konnten nach Untersuchung von 60 Fruchtproben aus allen 5 Naturparkgemeinden 12 verschiedene Kirschsorten identifiziert und weitere 13 Lokalsorten charakterisiert werden. Zwölf der interessantesten und seltensten werden in diesen 5 angelegten Kirschsorten-gärten für die nächsten Generationen bewahrt. Um den Fortbestand der seltenen Sorten zu sichern, wird mit sogenannten „Edelreisern“ gearbeitet. Dazu wird ein geeigneter Trieb („Edelreis“) des zu vermehrenden Baumes ausgewählt und in der Baumschule auf den Wurzelstock einer häufigeren Sorte aufgepfropft.

Viele Kirschsorten sind gemeinde­typisch. So gibt es die „Joiser Einsiede­kirsche“, die „Purbacher Hängerte“, die „Donners­kirchner Blau­kirsche“ oder die „Windener Schwarze“.

Interessierten stehen in einigen Jahren Edel­reiser von diesen Bäumen zur Verfügung. Somit kann jeder seinen Beitrag zur Erhaltung der gefährdeten Sorten leisten und mit Stolz behaupten, dass er sich für die Erhaltung unseres Kultur­guts einsetzt.

Mehr Informationen zu diesem Projekt erhalten Sie im Büro des Regional­verbandes im „Haus am Kellerplatz“:
Am Kellerplatz 1 in Purbach, Tel: +43 2683 5920

Im Überblick

    • 8 besondere regionale Kirschsorten
      Breitenbrunner Bolaga
      Donnerskirchner Blaukirsche
      Purbacher Frühbraune Kirsche
      Purbacher Hängerte Kirsche
      Joiser Schachl Kirsche
      Windener Schwarze Kirsche
      Joiser Schwarze Einsiedekirsche
      Purbacher Spätbraune Kirsche
    • Kirschbaum-Bestellformular:
      Gemeinsam setzen wir uns für den Erhalt regionaler Kirschbaumsorten ein! Wenn auch in Ihrem Garten einer dieser Bäume wachsen soll, senden Sie uns das Bestell-Formular zu.
    • Kirschsortengärten:
      Donnerskirchen
      Purbach
      Breitenbrunn
      Winden
      Jois